Die Reinigung ist ein sehr wichtiger Prozess bei der Schatzsuche mit dem Metalldetektor. Hierbei ist viel zu beachten, um ihre Funde wohlbehalten aber dennoch gut gereinigt zu bekommen. Eines sollte aber gesagt sein: “Weniger ist mehr”. Schatzsucher, die ohne jegliche Erfahrung oder Informationen anfangen ihre Fundstücke zu reinigen, sind am Ende oft enttäuscht, da diese dann kaputt sind. Also sei erstmal ein Bisschen vorsichtiger. Hier erkläre ich dir, wie du die einzelnen Metallsorten reinigen kannst.
Die Vorbereitung für die Reinigung
Erst Einmal solltest du deinen Fund mindestens einen Tag lang in einem Bad destilliertem Wasser lassen. Wenn du willst kannst du noch einen Tropfen Spüli zum destillierten Wasser hinzufügen. Lass deinen Fund am Besten so lange im Bad, bis sich der grobe Schmutz auf dem Fund gelöst hat. Dieser Prozess kann auch gerne Mal ein Paar Tage dauern. Streiche den anhaftenden Schmutz nach dem Bad vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste ab. Oft ist dann schon der jeweilige Fund perfekt gereinigt und du musst nicht zu anderen Mitteln greifen.
Schon während der Suche sollten deine Funde am besten sicher und feucht gelagert werden. Dazu wurde das Coinpad * entwickelt:

Gold
Gold kommt meistens so aus dem Boden, wie es hineingekommen ist, sehr sauber. Bei diesem Edelmetall reicht meist ein bisschen Wasser mit etwas Seife und wenn man will ein kleines Goldtuch vom Juwelier (bei Schmuck).
Silber
Ähnlich wie beim Gold, kommt auch Silber oftmals perfekt aus dem Boden. Wenn dies nicht der Fall ist empfehle ich dir Vitamin C Pulver. Mische dieses im Verhältnis 1/10 mit lauwarmen Wasser. Lasse den Fund nur kurz in der Lösung und sei am besten Falle dabei. Wenn der Prozess fertig ist nimmst du die Münze aus der Lösung und spülst diese unter fließendem Wasser gründlich ab. Reibe den Fund unter dem Wasser mit einer weichen Zahnbürste ab, so dass der Dreck, der sich durch die Lösung gelöst hat, weggeht. Reinige nur so lange den Fund, bis der Dreck abgeht, sonst beschädigt man die Patina (bei Silber meist gräulich bis schwarz), die für jeden Sammler einer der wichtigsten Dinge ist.

Kupfer und Messing
Beide Metallsorten kommen leider oftmals sehr kaputt aus dem Boden, so dass es nicht mehr Möglich ist ein gutes Ergebnis bei der Reinigung zu erzielen. Dennoch muss man sagen das Kupferfunde oftmals besser erhalten aus dem Boden kommen, als Messing Funde. Bei der Reinigung empfehle ich, dass du den Fund mit Wasser und Seife vorreinigst. Nehme dazu eine weiche Bürste. Wenn der Fund stärkere Verkrustungen aufweist, lege diesen länger in destilliertem Wasser ein und versuche dann die Verkrustungen vorsichtig unter einem Stereoskop oder Lupe, mit Hilfe eines Skalpells oder Zahnarztbesteck zu entfernen.
Zinn
Das Metall, welches oftmals mit Blei legiert ist, ist sehr weich und muss daher mit viel Vorsicht gereinigt werden. Vor Allem Zinn aus dem Mittelalter ist extrem weich und verkratzt sehr schnell bei falscher Reinigung. Nehme daher nur eine sehr weiche Bürste, bei Bedarf etwas grüne Seife und lauwarmes Wasser.
Bronze
Das ziemlich schwere Metall Bronze wurde schon früher in der Bronzezeit, wie der Name schon sagt, für vieles verwendet (Werkzeuge etc.). Auch in der Römerzeit war Bronze bei vielen Gegenständen, wie Münzen vertreten. Die Reinigung von Bronze ist sehr schwierig, da die sehr kostbare Patina leicht verloren geht. Reinige nur mit destilliertem Wasser und arbeite vorsichtig unter einem Stereoskop mit Skalpellen, Nadeln, Zahnstocher den Dreck herunter. Versuche dabei, dass Werkzeug möglichst flach auf der Münze anzusetzen, um keine Kratzer zu hinterlassen. Das Reinigen unter dem Stereoskop kannst du auch gut an Dosenlaschen, oder anderem Schrott üben. Wenn du dich zu unsicher fühlst, gebe den Fund an einen erfahrenen Restaurator.

Nickel
Nickel rostet nicht und ist ein etwas robusteres Material. Beim Reinigen kannst du daher auch zu einer etwas stärkeren Bürste greifen und wenn nötig mit einem kleinen Skalpell unter dem Stereoskop arbeiten (bei Krusten etc.).
Zink
Zinkmünzen kamen im 3. Reich vor und sind, wenn man sie findet schon meist sehr kaputt. Du kannst versuchen diese mit etwas Restaurations- oder Teelichtwachs einzureiben, um die Strukturen hervorzuheben und sie vor weiteren Schäden zu schützen.
